Ganztagsschulen in Angebotsform Rheinland-Pfalz - www.ganztagsschule.rlp.de

Eltern

Rubrik: Eltern
zur Übersicht

Format: Schulporträt
Sie wollen mehr Schulporträts lesen - hier finden Sie sämtliche Beiträge dieses Formats.
zur Übersicht

Thema: Schulprofil
Schulprofil ist ein Thema, das unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann. Hier stehen Ihnen alle weiteren Beiträge zum Thema zur Verfügung.
zur Übersicht

Polis III

Polis orange

Die Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz aus der Sicht der beteiligten Eltern

Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur orange

Schulstruktur- Entwicklung in Rheinland-Pfalz

Schulstrukturentwicklung in Rheinland-Pfalz

Homepage Rheinland-Pfalz

Homepage Rheinland-Pfalz

Bildungsserver Rheinland-Pfalz

Bildungsserver Rheinland-Pfalz

Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz

Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz

Kita-Server

Kita-Server

Kinderrechte Rheinland-Pfalz

Kinderrechte Rheinland-Pfalz

Aufsichts- und Dienstleistungs- Direktion Rheinland-Pfalz

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz orange

Lernen für den Ganztag

Lernen für den Ganztag

Serviceagentur Ganztägig Lernen

Serviceagentur Ganztägig Lernen

Ganztagsschul- Verband GGT e.V.

Ganztagsschulverband GGT e.V. orange

Landesschüler- Vertretung Rheinland-Pfalz

Landesschülervertretung Rheinland-Pfalz
 
Unterrichtsstunde

Unterrichtsstunde Lern- und Verhaltenstraining (LVT)
01.03.2007

Offene Türen statt goldener Käfig: Das Friedrich-Spee-Gymnasium Trier

Aus Kindern werden junge Erwachsene

Das bestandene Abitur bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten und Chancen: Studium, Ausbildung, Auslandsaufenthalte, Praktika in den verschiedensten Bereichen. Der Weg dahin ist allerdings lange und mitunter sehr steinig. Früher halfen die Eltern ihren Kindern in der Regel dabei, neun Jahre lang geballtes Wissen zu verstehen und zu vertiefen. Doch die Zeiten haben sich geändert. In vielen Familien gehen beide Elternteile tagsüber arbeiten, die Gymnasiasten müssen ihren Lernstoff weitgehend alleine bewältigen. Auch unterscheidet sich das Allgemeinwissen heute beträchtlich von dem vor 20 oder 30 Jahren.

Genau an diesem Problem setzt die Ganztagsschule am Friedrich-Spee-Gymnasium Trier an. „Die Eltern haben heutzutage meistens weder die Kenntnisse noch die Zeit, die Hausaufgaben ihrer Kinder zu überprüfen. Sie wollen aber, dass ihre Kinder schulisch gefordert und gefördert werden“, weiß Elisabeth Muss, Ganztagsschul-Koordinatorin und Orientierungsstufenleiterin am Friedrich-Spee-Gymnasium Trier. Aus dieser Erkenntnis leitete sich bald der Ganztagsschul-Schwerpunkt „Lernen“ ab. Arbeitsgemeinschaften spielen im Nachmittagsangebot eine eher untergeordnete und begleitende Rolle und finden zwei Mal pro Woche statt. Für jedes Fach wurde im Zuge der Ganztagsschule die Zahl der Unterrichtsstunden erhöht. In den zusätzlich entstandenen Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht und Hilfestellung der Fachlehrerinnen und -lehrer selbstständig. Anstelle der klassischen Hausaufgaben wird „trainiert“.

Das mag zunächst trocken und wenig aufregend klingen. „Lernen“ jedoch ist ein weiter Begriff. Lernen bedeutet nicht nur Auswendiglernen von kognitiven Inhalten. Lernen kann auch, und so soll es an der Friedrich-Spee-GTS Trier funktionieren, Gemeinschaft und Kommunikation sein; Lernen kann lebendig und spielerisch vor sich gehen – vor allem aber macht richtiges Lernen frei und gibt innere Sicherheit. Auch aus diesem Grund steht das Ganztagsschulangebot bisher nur den Klassen fünf bis sieben zur Verfügung. „Viele Eltern wünschen sich, dass es nach der siebten Klasse weiter geht. Sie sind froh, wenn sie ihre Kinder gut aufgehoben wissen“, zeigt Elisabeth Muss Verständnis für die Gedanken der Eltern. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen zeigen aber ebenfalls, dass aus Kindern und Jugendlichen allmählich kleine Erwachsene werden, die nun wissen, wie sie selbstständig arbeiten und die sich organisieren können - Schülerinnen und Schüler also, die durch den Besuch der Ganztagsschule reif genug sind, ihre Hausaufgaben und ihren Lernstoff alleine zu bewältigen.

Das Kollegium am FSG Trier hat die Vorteile der Ganztagsschule in der Orientierungsstufe zu schätzen gelernt. „Wir können uns ein wesentlich besseres Bild von den Schülerinnen und Schülern machen und methodisch vielfältiger arbeiten“, spricht Elisabeth Muss für sich und ihre Kollegen. Auch können Kinder, die zu Hause nur wenig Unterstützung erhalten und möglicherweise in der Halbtagsschule Schwierigkeiten bekämen, in den ersten kritischen Jahren am Gymnasium besser aufgefangen und gefördert werden.

Im Lern- und Verhaltenstraining (LVT) wird emotionales mit kognitivem Lernen verquickt. Heute zum Beispiel erinnern sich die Fünftklässler in einem zweistündigen LVT-Block ganz in Ruhe an ihre Klassenfahrt zurück. Wer die Augen schließen möchte, kann dies tun. In absoluter Stille lässt LVT-Lehrerin Gabriele Isenberg-Schmitt die gemeinsame Klassenfahrt bildreich Revue passieren. Abschließend beantworten die Kinder selbstständig Fragen zur Reise. Das bewusste Erleben schafft ohne Zeitdruck die nötige innere Ruhe für intensives Lernen und Verstehen.

Der Schritt von der Grundschule zum Gymnasium ist groß. Auch für die Eltern und besonders dann, wenn ihre Kleinen von der Halbtags-Grundschule in ein Ganztagsgymnasium wechseln. Deshalb pflegen die Lehrerinnen und Lehrer am Ganztagsschul-Gymnasium Trier einen intensiven Austausch mit den Eltern ihrer Schülerinnen und Schüler. Denn nun bekommen Mama und Papa ja nicht mehr mit, was ihre Kinder nachmittags machen – vor allem aber nicht, wie sie lernen und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Das Mitteilungsheft als moderne Rohrpost zwischen Eltern und Lehrerinnen und Lehrern hat sich bewährt. Über dieses Heft und die Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen geben die Lehrerinnen und Lehrer Rückmeldungen über das Arbeitsverhalten der Kinder und stimmen – wenn nötig – Gesprächstermine mit den Eltern ab. Ebenso können die Eltern auf diese unkomplizierte Weise Fragen an die Lehrerinnen und Lehrer stellen oder um einen Termin bitten. Die Schülerinnen und Schüler spielen mit. Das Mitteilungsheft hat für sie keinen negativen Stempel oder wird gar als eine Bedrohung betrachtet - ist es doch für jeden Beteiligten einzusehen und erübrigt viele Fragen.

Auch die Ganztagsschullehrerinnen und -lehrer haben ihre Kommunikation modifiziert. Sie verläuft nun schneller und direkter, aber auf hohem Niveau. Mit Konferenzen um 13 Uhr ist es freilich vorbei. Die können erst nach 16 Uhr stattfinden. „Der Schullalltag zieht sich bis in den späten Nachmittag und manchmal auch in den Abend hinein“, sagt Elisabeth Muss. Für die Mittelstufen- und Oberstufenlehrerinnen und -lehrer ist das ohnehin üblich, wenn sie den im Gymnasium verstärkt anfallenden Nachmittagsunterricht leiten. Wohl dem also, der die Gelegenheit, ein warmes Mittagessen in der schuleigenen Mensa einzunehmen, genutzt hat. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer tun dies inzwischen mit größter Selbstverständlichkeit. Deshalb kann auf Extra-Aufsichten guten Gewissens verzichtet werden.

Autor: Bettina Belitz

Termine

« May 2012 »
Su Mo Tu We Th Fr Sa
12345
67 8 9 10 11 12
1314 15 16 17 18 19
20212223 24 25 26
2728293031

Bildungsatlas

Bildungsatlas Blue

Alle rheinland-pfälzischen Ganztagsschulen
in Angebotsform:
sortiert nach Schulfom