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Noch müssen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Römerkastell in Bad Kreuznach in ihren Klassenräumen essen. Doch mit dem kommenden Schuljahr 2012/2013 wird dieses beengte Provisorium sein wohlverdientes Ende finden, denn Anfang November gaben Ministerin Doris Ahnen und Starkoch Johann Lafer mit dem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten für einen vier Millionen Euro teuren Mensaneubau frei.
Dem milden November sei Dank: Die Bauarbeiten zur neuen Mensa am Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach haben wie geplant starten können, nachdem bereits am 4. November 2011 in einem symbolischen Akt der Spatenstich für das vier Millionen Euro teure Projekt vorgenommen worden war. 2,8 Millionen Euro finanziert das Land über das Schulbauprogramm; 1,1 Millionen Euro trägt der Kreis Bad Kreuznach.
Unter anderem die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen und der Koch Johann Lafer nahmen den Spaten zur Hand, um damit den Startschuss für das von der Schulgemeinschaft lang ersehnte Bauvorhaben zu geben. Landrat Franz-Josef Diel erklärte dazu: "Die Ministerin und Herr Lafer sind die Motoren dieses bedeutsamen Projekts", während Schulleiter Hermann Bläsius lobte: "Wenn es mal hakte, sind diese Beiden in die Offensive gegangen und haben uns weiter vorangebracht."
Ministerin Ahnen wiederum würdigte das geplante Gebäude als "ein Modellprojekt, das weit über die Grenzen von Bad Kreuznach hinausstrahlt". Gerade mit der steigenden Zahl an Ganztagsschülerinnen und -schülern und der damit verbundenen Aufenthaltsdauer in der Schule steigt laut der Ministerin die Verantwortung für eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise. "Pausen gehören zur Schule, denn Schule ist Lern- und Lebensstätte zugleich. Das Modellprojekt ist gerade deshalb so bemerkenswert, weil es das Thema Schulverpflegung in allen Facetten angeht", so Doris Ahnen.
Schulleiter Bläsius hatte die Schülerinnen und Schüler in die Planungsgruppe mit den Architekten Eberhard Strobel und Carsten Brendel aus Gau-Algesheim eingebunden. Die Mensa wird in Holzständerbauweise errichtet und erreicht energetisch den Passivhausstandard. Der Kreis als Schulträger hat dazu einen Antrag auf Bezuschussung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beim Umweltministerium gestellt. Dieser Zuschuss könnte bis zu 200.000 Euro betragen.
Der Speiseraum soll eine Fläche von 478 Quadratmetern, die Küche eine Fläche von 244 Quadratmetern messen. Küche und Speiseraum werden dabei so verbunden, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Zubereitung ihrer Menüs zuschauen können.
Zum kommenden Schuljahr 2012/2013 soll die Mensa eröffnen, in der dann vor Ort mit der Unterstützung von Lafers Kochschule "food@ucation" regionale und saisonale Lebensmittel gekocht beziehungsweise zubereitet werden, um in einem Zweischichtbetrieb rund 600 Essen ausgeben zu können. Derzeit müssen die 120 der insgesamt 1.200 Kinder und Jugendlichen, die das Essensangebot der Schule wahrnehmen, noch in den Klassenräumen speisen.
Autor: DZ Online-Redaktion Ralf Augsburg
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