Rubrik: Gemeinde/Stadt/Land
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Die Zeichen stehen auf Ganztagsschule. Schulleitung, Kollegium, Eltern und Schulträger sind sich einig: Ab dem Schuljahr 2012/2013 soll das St. Willibrord-Gymnasium Ganztagsschule werden. Stichtag ist nun der 2. November 2011. Dann muss der Antrag bei der Schulaufsicht eingegangen sein.
Bereits im Jahr 2010 verabschiedete der Kreistag in Bitburg (Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm) einen Grundsatzbeschluss, Schulen, die sich zu Ganztagsschulen weiterentwickeln wollen, in ihrem Vorhaben zu unterstützen.
Beim St. Willibrord-Gymnasium in Bitburg steht diese Entscheidung nun an. Schulleitung und Kollegium sind für die Einführung zum Schuljahr 2012/2013, und eine unverbindliche Umfrage, an der sich die Eltern im September beteiligen konnten, ergab eine Zustimmung von rund 85 Stimmen – nötig wären 54, wenn es zum Antrag käme.
Die Schule möchte ein gemischtes Konzept aus gebundener Ganztagsschule und Ganztagsschule in Angebotsform verwirklichen. Da zu Beginn des 7. Schuljahres ohnehin neue Klassenverbände gebildet werden, sollen hier Ganztagsklassen eingerichtet werden. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 sollen dagegen freiwillig die Ganztagsschule in Angebotsform anwählen können. Somit wäre es nicht notwendig, bestehende Klassenverbände auseinander zu ziehen. Für die Oberstufenschülerinnen und -schüler, die ohnehin nachmittags da sind, würde sich nichts ändern.
Da bei Ganztagsschulen eine Mensa vorgeschrieben ist, über die das St. Willibrord-Gymnasium noch nicht verfügt, stehen ein Neu- oder Umbau an. Möglich wäre die Unterbringung der Mensa zusammen mit Aufenthaltsräumen und einer Bibliothek in der neuen Turnhalle. Diese würde allerdings nur dann gebaut, wenn sich die Sanierung der derzeitigen Turnhalle als kostspieliger gegenüber einem Neubau darstellen würde. Eine andere Möglichkeit wäre der komplette Neubau der Mensa, der Bibliothek und der Aufenthaltsräume für 1,7 Millionen Euro.
Die Kreisverwaltung rechnet derzeit damit, dass Plätze für 600 Kinder und Jugendliche in der Mensa vorgehalten werden müssen. Denn neben den Ganztagsschülerinnen und Ganztagsschülern des Gymnasiums sollen dort auch jene aus der gemeinsamen Orientierungsstufe mit der Realschule plus sowie die Oberstufenschülerinnen und -schüler essen.
Schulträger und Schule haben nun noch bis zum 2. November 2011 Zeit, bei der Schulaufsicht den Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule zu stellen und über eine Förderung des Vorhabens zu verhandeln.
Das St.-Willibrord-Gymnasium wird derzeit von rund 1.100 Schülerinnen und Schülern besucht. Es bietet seit fast 30 Jahren eine Gemeinsame Orientierungsstufe (GOS) mit der ehemaligen Otto-Hahn-Realschule an, die 2010 mit der Edith-Stein-Hauptschule zur Realschule plus fusionierte. Die Gemeinsame Orientierungsstufe verfügt bereits über ein Ganztagsangebot und wird von 400 Kindern besucht.
Autor: DZ-Online Redaktion Ralf Augsburg
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