Rubrik: Lehrende
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Jahresrückblick
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Im Januar stellte die Online-Redaktion des Ganztagsschulportals die Beratungsgruppe des Pädagogischen Landesinstituts vor. Die Beraterinnen und Berater betreuen landesweit in 19 Netzwerken schulartübergreifend alle Ganztagsschulen in Angebotsform und die am Projekt Erweiterte Selbstständigkeit (PES) teilnehmenden Schulen vor Ort. Zugleich begleiten sie sie bei der Organisation und dem Aufbau von Ganztagsschulen und helfen bei der Entwicklung einer ganztagsschulspezifischen Unterrichts- und Arbeitskultur.
Um die Arbeit auf einem Bauernhof ging es im Februar. Die Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern kooperiert seit dem Schuljahr 2009/2010 im Rahmen des Projekts "Lernort Bauernhof" mit dem Seminarbauernhof Gut Mühlberg von Sandra und Thomas Zinßmeister. Der Hof ist ein erweiterter Pferdehof. Dienstags und mittwochs von 8.30 bis 13 Uhr arbeiten die Schüler der Fritz-Walter-Schule in dem Familienunternehmen mit. Sie übernehmen das Ausmisten und Einstreuen der Pferdeboxen, helfen beim Roden einer Schafweide, dem Versetzen eines Schafstalles oder dem Aufbau eines Bauwagens als Stall für die Hühner. So kommen sie nicht nur mit der Natur in Kontakt, sondern trainieren auch Tugenden wie Teamarbeit, Durchhaltevermögen und Zuverlässigkeit.
2011 setzte das Ganztagsschulportal seine Reihe zum Thema "G8" fort. Im März erfolgte ein Bericht über das Emanuel-Felke-Gymnasium in Bad Sobernheim. Es gehörte 2008 zu den ersten G8-Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz. Überzeugt von den Vorteilen durch die Lernzeitverlängerung nahmen Schulleitung und Kollegium die Herausforderungen an, den Schultag neu zu rhythmisieren und Hausaufgaben abzuschaffen. Die bereits vorhandenen Methodentrainings sowie die musischen und die naturwissenschaftlichen Schwerpunkte konnten so vertieft werden. Nach drei Jahren ist die Zustimmung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern groß.
Im April gab das Portal Einblick in die Arbeit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Wie schon zwei Interviews mit Jörg Kurtscheidt vom Schulaufsichtsbezirk Koblenz und Dr. Jürgen Weis vom Schulaufsichtsbezirk Rheinhessen-Pfalz gezeigt hatten, ist die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) neben ihrer Aufsichtsfunktion auch Dienstleister und Partner der Ganztagsschulen und begleitet diese in ihrer Qualitätsentwicklung auf kommunaler und Landesebene. Anna-Maria Brüse vom Schulaufsichtsbezirk Trier versucht, alle Angelegenheiten in einem kommunikativen Miteinander zu lösen und den Schulen stets mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Im Mai informierte ein Interview mit Dr. Natalie Fischer, Koordinatorin der "Studie zur Entwicklung der Ganztagsschulen" (StEG), über die Entwicklung der Ganztagsschulen insbesondere in Rheinland-Pfalz. Die Studie begleitete die Entwicklung der Ganztagsschulen von 2005 bis 2009 und zieht eine positive Forschungsbilanz. Sie gibt einen guten Überblick über die Landschaft der Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz und zeigt, was sich aus Sicht der Einzelschulen positiv auf die Schülerinnen und Schüler auswirkt. Die Eltern äußern sich in Rheinland-Pfalz insgesamt zufriedener als im Bundesdurchschnitt und zwar bereits seit dem Jahr 2005.
Ein Gespräch mit Martin Jobst vom Bischöflichen Ordinariat über den Einsatz von FSJ-Jugendlichen in Ganztagsschulen, zeigte im Juni, dass die FSJ-ler in Ganztagsschulen nicht mehr wegzudenken sind. In Rheinland-Pfalz hat das Land ermöglicht, an jeder Ganztagsschule zwei FSJ-Stellen zu besetzen. 75 Prozent der Beschäftigung soll mit dem Unterricht und den Schülerinnen und Schülern zusammenhängen. Das umfasst die Mitarbeit im Unterricht, die Förderung schwächerer Kinder, die Organisation und Aufsicht der Pausen und der Arbeitsgemeinschaften, die Begleitung beim Mittagessen sowie die Hausaufgabenhilfe. Viele Jugendliche bieten auch selbst AGs an, zum Beispiel Fußball-AGs.
Im Sommer machten gleich mehrere Beiträge auf das Projekt "Keine(r) ohne Abschluss" aufmerksam. Das Projekt soll Jugendlichen, die Gefahr laufen, ohne Abschluss die Schule zu verlassen, eine neue Perspektive eröffnen. Im Fall der 18-jährigen Larissa hat dies funktioniert: Sie machte ihren Hauptschulabschluss und hat nun gute Chancen auf eine Erzieherinnenstelle in einer Kindertagesstätte. Ein Beitrag im Juli zeigte, dass zahlreiche Betriebe aus ganz unterschiedlichen Branchen das Angebot von Realschulen plus angenommen haben, Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts zu beschäftigen. Eine Beziehung zu beiderseitigem Nutzen, deren Bilanz überwiegend positiv ausfällt.
Thema im August war die Einführung der Fachoberschule an Realschulen plus. Seit dem Schuljahr 2011/12 verbessern sich dadurch die Chancen von Schülerinnen und Schülern, im Anschluss an die 10. Klasse in zwei weiteren Jahren die Fachhochschulreife zu erwerben. In zwölf Realschulen plus sind Fachoberschulen gestartet, in denen sich die Jugendlichen in verschiedenen Fachrichtungen mit hohem Praxisanteil qualifizieren. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler die Berufsoberschule II besuchen und die Allgemeine Hochschulreife erwerben. In 13 Jahren kann man so zu einem Abitur gelangen, das dem des Gymnasiums gleichwertig ist.
In der Stadt Koblenz sind seit dem Schuljahr 2002/2003 bisher 13 Ganztagsschulen in Angebotsform entstanden - konfliktfrei und positiv von Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung begleitet. Kulturdezernent Detlef Knopp bilanziert in einem Interview im September die bisherige Entwicklung und spricht über den demographischen Wandel als der größten Herausforderung in der Schulentwicklungsplanung der kommenden Jahre.
Ob in Mettingen, Wittlich oder Bernkastel-Kues: Das Landesschulbauprogramm sorgt landauf, landab für kreisende Kräne und buddelnde Bagger. Ein Beitrag im Oktober stellt sichtbare Ergebnisse des Programms vor, das nicht weniger als 218 Schulbauprojekte in Rheinland-Pfalz listet, die mit der finanziellen Unterstützung des Landes in Höhe von etwa 50 Millionen Euro rechnen können. So wird beispielsweise das Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern in drei Bauabschnitten für 8,5 Millionen Euro erneuert und saniert. Und die Hildegardis-Schule in Mettendorf im Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm wird zu einem "Haus der Bildung" umgebaut, das die enge Kooperation von Kindertagesstätte und Grundschule umfasst.
Im November berichtete das Portal ganztagsschule.rlp.de gleich über zwei interessante Veranstaltungen. Der 8. Ganztagsschulkongress des BMBF, der KMK und der DKJS am 4. und 5. November 2011 in Berlin stand unter dem Motto "Ganztagsschule verändert". Die gut 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unter denen auch wieder zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter rheinland-pfälzischer Schulen waren, diskutierten in rund 40 Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden mit über 30 Ganztagsschulen als Experten.
Der 20. Landeselterntag, den der Landeselternbeirat am 5. November 2011 in der IGS Enkenbach-Alsenborn organisierte, stellte die Frage "Lernen fürs Leben - wie lassen sich Schulleistungen effektiv fördern?" in den Mittelpunkt. Darauf fanden die vielen interessierten anwesenden Eltern und Experten vielfältige Antworten. Mehr MINT in der Schule, mehr Teamarbeit und Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler, mehr Inklusion. Bildungsministerin Doris Ahnen stellte sich der Diskussion und gab Antwort auf die Frage, wie die Politik diese Prozesse unterstützen könne.
Der Artikel "Es ist erstaunlich, wie viel Luft die Kinder haben" ergänzte im Dezember unsere Reihe zum Thema "Hochbegabtenklassen". Nachdem wir im Laufe des Jahres bereits die Hochbegabtenklassen am Heinrich Heine Gymnasium Kaiserslautern und am Gymnasium Mainz-Gonsenheim vorgestellt hatten, konzentrierte sich dieser Beitrag auf die Schule für Hochbegabtenförderung am Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz. Ein starkes Profil in den MINT-Fächern, viel bilingualer Unterricht und nachmittägliche Enrichment-Angebote in Kleingruppenarbeit sind wesentliche Elemente der Schule für Hochbegabtenförderung. Für all diese Angebote, aber auch für das soziale Lernen ist die Ganztagsschule ein unverzichtbares Element.
Autor: DZ Online-Redaktion Petra Schraml
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GTS-HintergrundAußerschulische Kooperationspartner bringen frischen Wind in Schule und Unterricht und öffnen die Schule für das soziale Umfeld. Für das Projekt Ganztagsschule konnte die Landesregierung schon zahlreiche Kooperationspartner gewinnen.
RahmenvereinbarungenWichtiger Fachbeitrag und politische Weichenstellung - dokumentieren die hier angebotenen Reden von Wissenschaftlern und Politikern.
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