Rubrik: Lehrende
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Im Rahmen des bundesweiten Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ arbeiten seit September 2010 Schulen länderübergreifend in sechs Netzwerken für den Zeitraum von zwei Jahren zusammen. Jedes Netzwerk gibt sich einen eigenen Schwerpunkt für seine Arbeit.
Seit September bildeten sich im Rahmen des bundesweiten Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ sechs länderübergreifende schulische Netzwerke. Jedes Netzwerk gibt sich für die Projektdauer von zwei Jahren einen eigenen Schwerpunkt. Die Vernetzung ermöglicht den Teilnehmenden aus Ganztagsschulen und ihren Partnern, sich gute Beispiele auch in anderen Bundesländern anzuschauen und von deren Erfahrungen zu profitieren. Außerdem befördert es das kollegiale Lernen und den Aufbau eines tragfähigen Reflexions- und Unterstützungsnetzwerks. Die Teilnehmenden hospitieren gegenseitig und setzen ein eigenes Pilotvorhaben an ihrer Schule um. Dabei werden sie vor Ort von den Serviceagenturen intensiv begleitet. Diese geben das in den Netzwerken gesammelte Wissen anschließend in ihre Bundesländer weiter.
Die Schulen konnten unter folgenden Schwerpunkten wählen:
Lernkultur
Jeden Tag müssen Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte an Ganztagsschulen einen ganzheitlichen Lernbegriff umsetzen und neue Lern- und Lehrformen mit Schülerinnen und Schülern erproben. Im Netzwerk wollen die Teilnehmenden mehr Klarheit zu folgenden Fragestellungen gewinnen: Wie kann individualisiertes Lernen durch formales und non-formales Lernen unterstützt werden? Wie kann Kooperation und Multiprofessionalität an der Ganztagsschule dafür genutzt werden? Welche guten Rhythmisierungsbeispiele gibt es und wie führt man sie Schritt für Schritt ein? Wie können Lehrende und Lernende zusammenarbeiten?
Veränderungsmanagement
Schulleitungen und pädagogische Führungskräfte an Ganztagsschulen brauchen ein professionelles Management, Team- und Kommunikationsstrukturen, die eine nachhaltige Entwicklung von Ganztagsschulen ermöglichen. Die Teilnehmenden dieses Netzwerks wollen sich folgenden Fragen stellen: Wie können auftretende Widerstände, Konflikte und Probleme bei schulischen Veränderungsprozessen konstruktiv gelöst werden? Wie können Mitarbeitende für die Schulentwicklung gewonnen werden? Wie lässt sich die professionelle Zusammenarbeit von Lehrkräften und weiterem pädagogischen Personal im Alltag gestalten und umsetzen?
Umgang mit Zeit im Ganztag
Eine immer wieder auftretende Frage an Ganztagsschulen ist, wie der Ganztag – das Mehr an Zeit - optimal genutzt werden kann, damit Schule zum Lern- und Lebensort wird. Wie können Unterricht und außerunterrichtliche Angebote, der Vor- und Nachmittag miteinander verbunden werden? Der Ganztag gibt Gestaltungsspielraum für verschiedene Modelle. Eine veränderte Rhythmisierung spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Kooperation gestalten
Auch die Öffnung von Schule ist wesentlicher Bestandteil der Ganztagsschule. Aber wie ist die Kooperation konzeptionell in der Ganztagschule verankert? Ist die Kooperation langfristig und nachhaltig angelegt? Welchen Nutzen ziehen die einzelnen Partnerinnen und Partner und die Kinder und Jugendlichen aus dieser Zusammenarbeit? Wie sind Ziele und Formen aufeinander abgestimmt? Welche Rolle kann die Schule bei Bildungsvernetzung und der Entwicklung von Bildungslandschaften spielen? Für diese Fragen wollen die im Netzwerk Beteiligten gemeinsam Lösungen entwickeln.
Lebensweltorientierung
In diesem Netzwerk steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Kinder und Jugendliche in Ganztagsschulen nicht nur geistig, sondern auch körperlich, emotional und sozial entwickeln können.
Ganztagsschule als Thema in der Lehrerausbildung erste und zweite Phase
Gefragt wird hier u.a., wie Studierende und Lehramtsanwärter/innen in der ersten und zweiten Phase ihrer Ausbildung angemessen auf ihre Arbeit und den Schulalltag in Ganztagsschulen vorbereitet werden können und welche Angebote im Rahmen des Studiums sinnvoll sind, die bereits während der Praxisphase, im Referendariat, ganztagsschulrelevante Herangehensweisen erprobt und bearbeitet werden können.
Gebildet haben sich vier Netzwerke zu dem Schwerpunkt „Lernkultur“, ein Netzwerk, das sich mit dem Thema „Veränderungsmanagement“ befasst und ein Netzwerk zu dem Thema „Zeit und Lernkultur“. In jedem Netzwerk sind jeweils fünf bis sieben Länder und acht bis zehn Schulen vertreten.
Autor: DZ Online-Redaktion - Petra Schraml
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GTS-HintergrundAußerschulische Kooperationspartner bringen frischen Wind in Schule und Unterricht und öffnen die Schule für das soziale Umfeld. Für das Projekt Ganztagsschule konnte die Landesregierung schon zahlreiche Kooperationspartner gewinnen.
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