Ganztagsschulen in Angebotsform Rheinland-Pfalz - www.ganztagsschule.rlp.de

Lehrende

Rubrik: Lehrende
zur Übersicht

Format: Reportage
Sie wollen mehr Reportagen lesen - hier finden Sie sämtliche Beiträge dieses Formats.
zur Übersicht

Thema: Medienkompetenz
Medienkompetenz ist ein Thema, das unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann. Hier stehen Ihnen alle weiteren Beiträge zum Thema zur Verfügung.
zur Übersicht

Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur orange

Schulstruktur- Entwicklung in Rheinland-Pfalz

Schulstrukturentwicklung in Rheinland-Pfalz

Homepage Rheinland-Pfalz

Homepage Rheinland-Pfalz

Bildungsserver Rheinland-Pfalz

Bildungsserver Rheinland-Pfalz

Schulbau Rheinland-Pfalz

Schulbau Rheinland-Pfalz

Serviceagentur Ganztägig Lernen

Serviceagentur Ganztägig Lernen

Aufsichts- und Dienstleistungs- Direktion Rheinland-Pfalz

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz orange

Landesbibliotheks- Zentrum Rheinland-Pfalz

Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz orange

Lernen für den Ganztag

Lernen für den Ganztag

Ganztagsschul- Verband GGT e.V.

Ganztagsschulverband GGT e.V. orange

Polis

Polis orange

Die Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz aus der Sicht der beteiligten Eltern

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
 
Die I-Media präsentierte Computerprogramme, die den Alltag der Lehrerinnen und Lehrer erleichtern
01.05.2007

Zauberwort Alltagskompatibilität

Die I-Media präsentierte Computerprogramme, die den Alltag der Lehrerinnen und Lehrer erleichtern

Was erwartet man von einem Verwaltungs- und Planungsprogramm für die Ganztagsschule? Es sollte die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer vereinfachen und Zeit sparen, die an anderer Stelle dem eigentlichen Unterricht und den Aktivitäten mit den Schülerinnen und Schüler zugutekommt. Glaubt man Gregor Groß, Lehrer an der Dualen Oberschule Betzdorf, hat er mit „AutarG – Automatische Einteilung in Arbeitsgruppen“ ein solches Computerprogramm entwickelt.

„Mit AutarG reduziere ich die Arbeitszeit, die ich am Anfang des Schulhalbjahres für das Einteilen der Schülerinnen und Schüler in die Arbeitsgruppen benötige, von zwei Wochen auf einen Nachmittag“, berichtet der Hobby-Informatiker. „Einen Tag nach der AG-Wahl der Schülerinnen und Schüler liegen die Zettel mit den Kurseinteilungen in den Klassenbüchern.“

Die Duale Oberschule Betzdorf startete 2002 mit dem Ganztagsangebot. Für das erste Einteilen der rund 250 Schülerinnen und Schüler benötigten Gregor Groß und seine Kolleginnen und Kollegen damals vier Wochen inklusive Wochenenden. „Uns war klar, dass wir das nicht so lassen konnten, denn dieser Aufwand würde ja immer wieder auf uns zukommen. Das musste automatisiert werden“, berichtet der Lehrer. Also machte sich Groß daran, eine Datenbank zu entwerfen, die den Anforderungen der Schule genügen musste, und suchte dafür eine Firma, die diese dann programmieren und vertreiben sollte. Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit stellte Groß am 24. Mai 2007 das Ergebnis auf der I-Media im Mainzer Theresianum vor: „AutarG“.

Computerprogramme können Zeit und Nerven sparen
Statt der Arbeit mit Karteikarten und Zetteln und der Übertragung in einfache Excel-Dateien, bei denen das Ausschließen von Fehlern wie falsche Zuordnungen, unbeabsichtigtes Löschen oder Mehrfacheinteilung von Schülernamen einen hohen Zeitaufwand forderten, ist es mit „AutarG“ möglich, die Datenerfassung innerhalb einer Stunde zu erledigen. Der Lehrer oder die Lehrerin muss nur die Schülerwünsche - von 1 (möchte gar nicht in diese AG) bis 4 (möchte unbedingt in diese AG) – eingeben. Das Programm verteilt die Schülerinnen und Schüler in Sekunden auf die AGs, die Auswertung folgt umgehend. Nachträgliche Änderungen sind online ebenfalls sofort möglich. Das Importieren der Schülerdaten ist unproblematisch. Zusätzlich zur Gruppeneinteilung lassen sich auch Zimmerbelegung, Lehrerstundenpläne und Fehlzeiten mit diesem Programm managen.

AutarG erstellt die AG-Wahlzettel als Serienbrief, die Bescheinigungen für das Zeugnis und persönliche Stundenpläne für jeden Schüler und jede Schülerin. Groß erklärt: „Das Programm lässt sich auch für Projekttage oder Wahlpflichtkurse anwenden. Ich möchte es noch für Berufsinformationstage weiterentwickeln, bei denen die Jugendlichen an einem Tag drei verschiedene Veranstaltungen besuchen.“

Der Knackpunkt dieses Programms: Bisher ist es erst in einer kleinen Stückzahl produziert worden und mit knapp 1.000 Euro pro Stück dementsprechend teuer. Doch der Schuh scheint einige Ganztagsschulen zu drücken, denn der Preis schreckte die Anwesenden im Workshop von Gregor Groß nicht. Man kalkuliert, dass diese einmalige Investition in Zukunft viel Nerven, Zeit und damit auch Geld sparen wird.

Stundenplanerstellung durch den Computer
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Schulstundenmanager, einer EDV-basierten Planungshilfe zur Erstellung eines Stunden- und Dienstplanes, den Willi Pickenhahn, Konrektor der Förderschule St. Martin in Düngenheim, und Achim Löbach von der Firma Arens & Weber vorstellten. „Nachdem ich jahrelang den Stundenplan vorsintflutlich mit der Hand erstellt hatte“, erinnerte sich Pickenhahn, „bewilligte unser Träger Geld für ein Programm, das dann nach meinen Wünschen von Herrn Löbach programmiert wurde.“

Das Erstellen des Stundenplans glich einer Wissenschaft: Neben zehn Förderlehrerinnen und -lehrern beschäftigt die Schule 37 pädagogische Fachkräfte, davon sehr viele in Teilzeit nach verschiedenen Modellen mit 13, 16, 17 und 28 Stunden. Alle diese Kräfte müssen eingeplant werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Lehrerinnen und Lehrer für 45 Minuten-Schulstunden und die Fachkräfte für Zeitstunden von 60 Minuten eingeteilt werden. Dazu kommt noch das Anrechnen von Pausenaufsichten, die in großer Anzahl an verschiedenen Orten absolviert werden. Dies erledigt nun der Stundenplanmanager.

„Ich brauchte ein Programm, das größtmögliche personelle Konstanz anstrebt, bis zu drei Lehrerinnen und Lehrer pro Klasse einteilt, die besondere Zeitstruktur verarbeitet, die unterschiedlichen Arbeitszeiten berücksichtigt, die verbliebenen Arbeitszeiten anzeigt, eine automatische Abrechnung liefert und eine Fachraumdoppelbesetzung zulässt“, schilderte Pickenhahn seine nun verwirklichten Vorstellungen. Mit diesem Programm benötige er nur noch die Hälfte der Zeit für den Plan. Auch für Ganztagsschulen mit den unterschiedlichen Arbeitszeiten für Lehrerinnen und Lehrer sowie außerschulisches Personal sei der Schulstundenmanager geeignet.

IT-Gesamtkosten berücksichtigen
„AutarG“ und der Schulstundenmanager punkten, weil sie ihre Alltagstauglichkeit bewiesen haben – und die Frage der Alltagstauglichkeit ist entscheidend für den Erfolg und Einsatz digitaler Medien in der Schule, wie Prof. Dr. Andreas Breiter in seinem Impulsvortrag „Integration digitaler Medien in der Schule – Anspruch, Wirklichkeit, Perspektiven“ ausführte. „Technik muss funktionieren und verständlich sein“, brachte es der Wissenschaftler vom Institut für Informationsmanagement in Bremen auf einen einfachen Nenner, der in der Realität leider oft nicht so einfach aufgehe. „Schulinformationstechnik ist oft komplexer als Verwaltungsinformationstechnik“, meint Breiter.

Die Forschungsergebnisse zum Lernen mit neuen Medien seien ambivalent. Man bekomme keinen Nachweis, dass man mit neuen Medien „höher, schneller, weiter“ lerne, führte der Informatiker aus. In den nationalen Bildungsstandards fehlten die neuen Medien fast völlig. Lediglich im Zusammenhang mit Gewalt sei von ihnen die Rede. Auch bei der Lehrerausbildung gebe es Licht und Schatten: In den Universitäten sei die Integration digitaler Medien nicht vorangeschritten, bedauerte Breiter.

Was ist in Zukunft zu tun? Der Einsatz von neuen Medien sollte in das Schulmanagement integriert werden, wobei die Herausforderung in einer schulformgerechten Standardisierung mit Netzen, Hard- und Software bestehe. Die Schulen müssten auch die IT-Gesamtkosten berücksichtigen: Jeder investierte Euro ziehe einen weiteren Euro Folgekosten nach sich. Eine Verstetigung dieser Kosten in den kommunalen Haushalten wäre wünschenswert, forderte Breiter. Inhaltlich sollten die Schulen auf die so genannten 21st Century Learning Skills setzen und die Arbeit mit neuen Medien mit der von Jugendarbeit und Bibliotheken vernetzen.

Handy statt Personalcomputer
Andrea Müller-Goebel, die stellvertretende Leiterin des Landesmedienzentrums Rheinland-Pfalz, forderte, den Kindern und Jugendlichen zu helfen, Medien kreativ zu nutzen. Der I-Media komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Aber auch das Landesmedienzentrum wolle mit einem Medienkonzept ab Klasse 1 die Medienkompetenz an Schulen verwirklichen helfen. Das 10 Punkte-Programm „Medienkompetenz macht Schule“, das die Landesregierung verabschiedet hat, sei ebenfalls ein wichtiger Schritt in diese Richtung, so Müller-Goebel.

Vera Reiß, Abteilungsleiterin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, fasste die „erfolgreiche Strategie mit Augenmaß“ der Landesregierung in Fragen der Medienkompetenz in Schulen zusammen: „Die Medienkompetenz hat einen festen Platz in Ganztagsschulen. An diesen Schulen sind Wissenszentren eingerichtet worden. 16.000 Lehrerinnen und Lehrer haben an Fortbildungen von Intel teilgenommen, 5.500 Kolleginnen und Kollegen werden demnächst an Microsoft-Fortbildungen teilnehmen, Maßnahmen wie der Europäische Computerführerschein ECDL und x-pert erhöhen die Fachkompetenz an den Schulen.“

Man könne es sich nicht leisten, Bildungsprozesse von den digitalen Medien abzukoppeln. Aber laut Umfrage setzten derzeit nur 50 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer Internet und neue Medien im Unterricht ein. Das E-Learning werde aber eine immer stärkere Rolle einnehmen. Vera Reiß mahnte: „Verschließen Sie sich dieser Entwicklung nicht!“

„Medien machen Schule“ sei daher ein richtungweisendes Konzept in der Unterstützung aller Schulen. „Die Förderung von Medienkompetenz hängt allerdings auch von der IT-Ausstattung ab“, daher stelle die Landesregierung 200 Schulen Hardware zur Verfügung, so Vera Reiß weiter.

Vielleicht müssen Schulen aber bald schon gar nicht mehr in teure Personalcomputer oder Laptops investieren. Für den Sozialpädagogen Jürgen Ertelt, Projektleiter der Internetseite www.netzcheckers.de, kann es sich nur noch um Monate handeln, bis das Handy zum „Computer in der Hosentasche“ wird. In seinem Workshop „Nach Handymania – Das Mobiltelefon als multimediales Lernmedium“ zeigte Ertelt die Möglichkeiten auf, mit dem Handy und dem Internet selbst Klingeltöne, Logos, Audioreportagen und Podcasts zu gestalten. Das Handy müsse im Unterricht nicht länger nur als Klingelton-Dudelmaschine oder Verbreiter von Gewaltvideos verteufelt werden. „Statt zu kaufen und einfach nur zu konsumieren, kann man mit Hilfe der entsprechenden Internetseiten vieles selbst herstellen. Wir müssen an dieser Stelle das Potenzial und Wissen der Jugendlichen nutzen“, so Ertelt.

Autor: Ralf Augsburg - DZ Online-Redaktion

Termine

« May 2012 »
Su Mo Tu We Th Fr Sa
12345
67 8 9 10 11 12
1314 15 16 17 18 19
20212223 24 25 26
2728293031

Newsletter

Newsletter Blue

Informieren Sie sich über neue Entwicklungen an Ganztagschulen in Rheinland-Pfalz.

Bibliothek

  • Sie suchen allgemeine Informationen zum Thema Ganztagsschulen - hier finden Sie sämtliche Einträge dieses Formats.

    Allgemeine Information
  • Sie möchten mehr Hintergrundinformationen zum Thema Ganztagsschule - hier finden Sie sämtliche Einträge unserer Online-Bibliothek.

    GTS-Hintergrund
  • Außerschulische Kooperationspartner bringen frischen Wind in Schule und Unterricht und öffnen die Schule für das soziale Umfeld. Für das Projekt Ganztagsschule konnte die Landesregierung schon zahlreiche Kooperationspartner gewinnen.

    Rahmenvereinbarungen
  • Wichtiger Fachbeitrag und politische Weichenstellung - dokumentieren die hier angebotenen Reden von Wissenschaftlern und Politikern.

    Reden

Jobbörse

Jobbörse Blue

Unsere Jobbörse vermittelt Gesuche und Angebote.